
Vom 16. bis 26. Juni 2026 fand im Sportschießzentrum Suhl die ISSF Junior World Championship Rifle/Pistol/Shotgun statt. An der Weltmeisterschaft nahmen 707 Athletinnen und Athleten aus 70 Nationen teil, die insgesamt 1.535 Starts absolvierten. In zahlreichen Wettbewerben und spannenden Finalentscheidungen in den Disziplinen Gewehr, Pistole und Wurfscheibe wurden hervorragende Leistungen und mehrere Rekorde erzielt.
Der Nordwestdeutsche Schützenbund (NWDSB) war mit vier Kampfrichterinnen und Kampfrichtern vertreten: Sven Asmus, Elisabeth Eckardt, Eiko Harms und Anja Stöhr. Sven Asmus war als stellvertretender Chief Range Officer (CRO) im Bereich 50-Meter-Gewehr sowie als Schieß- und Finalleiter im Einsatz. Er bereitete die Finalstände vor, überprüfte sämtliche Abläufe und stellte sicher, dass für die Athletinnen und Athleten alles ordnungsgemäß vorbereitet war. Während der Finalwettkämpfe gab er gemeinsam mit einem Schweizer Kollegen die Kommandos und leitete die Entscheidungen nach internationalem Standard.
Elisabeth Eckardt war in der Equipment Control tätig. Dort wurden Bekleidung und Ausrüstung der Sportlerinnen und Sportler geprüft sowie Nachkontrollen durchgeführt. Diese erfolgen stets in einem größeren Team und unter Beteiligung der Jury, um die Einhaltung aller ISSF-Regularien sicherzustellen.
Im Bereich Wurfscheibe waren Anja Stöhr und Eiko Harms als Aufsichten eingesetzt. Sie begleiteten die verschiedenen Rotten, führten die Protokolle und sorgten dafür, dass der Wettkampfbetrieb reibungslos verlief. Der Wurfscheibenstand mit seiner überdachten Tribüne bot dabei zumindest etwas Schatten während der heißen Wettkampftage.
Eine besondere Herausforderung stellte die große Hitze dar. Nicht nur die Athletinnen und Athleten, sondern auch alle Helferinnen und Helfer litten unter den hohen Temperaturen. Zwar herrschte bestes Sommerwetter, angenehm war es jedoch meist nur in den frühen Morgenstunden oder im Schatten.
Trotz der anstrengenden Bedingungen war die Stimmung während der gesamten Weltmeisterschaft ausgezeichnet. Es wurde viel gelacht und gescherzt, und insbesondere der Austausch mit Kampfrichterkolleginnen und -kollegen aus Deutschland sowie aus vielen anderen Nationen wurde als große Bereicherung empfunden.
Auch abseits der Schießstände zeigte sich der Veranstalter bestens vorbereitet. Für Besucher und Teilnehmende standen unter anderem Liegestühle, eine große Hüpfburg sowie ein Fußballfeld aus Hüpfburgen zur Verfügung. Die Siegerehrungen fanden auf einer großen Freilichtbühne statt und sorgten mit vielen Zuschauerinnen und Zuschauern für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Gerade die Finalentscheidungen waren hervorragend besucht und boten spannende Wettkämpfe, die bei allen Beteiligten für echte Gänsehautmomente sorgten.
Während der Meisterschaft nahmen die NWDSB-Vertreter außerdem an der feierlichen Eröffnungszeremonie teil. Das Sportschießzentrum Suhl überzeugte mit seiner reizvollen Lage inmitten eines waldreichen Gebietes mit viel Grün. In den Pausen bestand zudem die Möglichkeit, die Stadt Suhl kennenzulernen, in deren Innenstadt die gemeinsame Verpflegung häufig stattfand. Die Organisation der Veranstaltung war hervorragend. Getränke wurden den Mitarbeitenden jederzeit zur Verfügung gestellt, zusätzlich gab es ein Imbisszelt, in dem tägliche Essensgutscheine eingelöst werden konnten.
Insgesamt war die ISSF Junioren-Weltmeisterschaft 2026 in Suhl eine hervorragend organisierte und erfolgreiche internationale Veranstaltung mit fairen Wettkämpfen auf höchstem Niveau. Die deutschen Gastgeber präsentierten sich als ausgezeichnete Ausrichter. Durch ihr Fachwissen, ihre Sorgfalt und ihr großes Engagement leisteten die vier Kampfrichterinnen und Kampfrichter des NWDSB einen wichtigen Beitrag zum reibungslosen Ablauf dieser Weltmeisterschaft.
Fotos und Informationen: Elisabeth Eckardt und Sven Asmus