75 Jahre NWDSB - 14.01.1951 - 14.01.2026

WhatsApp Image 2026 01 13 at 21.33.0075 Jahre NWDSB – und doch begann alles schon deutlich früher. Werfen wir einen Blick auf die Zeit vor der offiziellen Gründung im Jahr 1951...

Der Vorläufer des heutigen NWDSB war der am 26. Januar 1868 gegründete Nordwestdeutsche Bezirksverein. Dieser umfasste ein wesentlich größeres Gebiet als der heutige NWDSB und war seinerzeit der mitgliederstärkste Verband im damaligen Deutschen Schützenbund.

Die Gründungsvereine verdeutlichen die enorme Ausdehnung dieses Verbandes. Zu ihnen zählten unter anderem Buxtehude, Burgdorf, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Brake, Delmenhorst, Eutin, Güstrow, Harburg, Hamburg, Hameln, Hildesheim, Hannover, Lilienthal, Lüneburg, Nordhausen, Northeim, Otterndorf, Peine, Rostock, Osnabrück, Schwerin, Stade, Syke, Wolfenbüttel, Wernigerode, Wismar und Zorge.

Während der Zeit des Dritten Reiches kam es zur Zerschlagung und zwangsweisen Auflösung der bisherigen Schützenverbände in Deutschland. Der Deutsche Schützenbund wurde aufgelöst, und alle Schützenvereine gingen im von den Nationalsozialisten gegründeten Deutschen Schützenverband auf, der der vormilitärischen Ausbildung dienen sollte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lösten die Siegermächte die Schützenvereine erneut auf, beschlagnahmten Waffen und Vereinsvermögen. Viele Schießstände befanden sich infolge der Kriegszerstörungen in einem desolaten Zustand.

Trotz dieser Rückschläge verlor das Schützenwesen nicht an Bedeutung. Mit großem Engagement setzten die Schützen alles daran, in den Nachkriegsjahren das Vereins- und Verbandswesen wieder aufzubauen.

Ernst Dünhof, Hermann Meyer und weitere Weggefährten bemühten sich um den Zusammenschluss aller Schützen unter dem Dach des neu zu gründenden Deutschen Schützenbundes sowie um die Gründung des NWDSB als Unterverband.

Parallel dazu erschien 1950 erstmals die „Neue Deutsche Schützenzeitung“. Hermann Meyer wirkte als Schriftleiter, Ernst Dünhof als Herausgeber. In der Zeitung wurde eindringlich dafür geworben, dass ein Zusammenschluss notwendig sei, um die Interessen der Schützen gegenüber Politik und Gesellschaft wirksam vertreten zu können. Langfristig wurde die Zeitung in „Nordwestdeutsche Schützenzeitung“ umbenannt, da der Deutsche Schützenbund später eine eigene „Deutsche Schützenzeitung“ herausgab.
Ab dem 1. Januar 1971 übernahm Peter Klingner die Herausgeberschaft. Mit der Ausweitung des Verbreitungsgebietes auf die Regionen des NSSV und ganz Norddeutschland erfolgte schließlich die Umbenennung in „Der Norddeutsche Schütze“.

Die erste Zusammenkunft mit dem Ziel der Gründung des NWDSB fand bereits 1950 im Essighaus in Bremen statt. Zu dieser Versammlung hatten Hermann Meyer und Ernst Dünhof eingeladen.
Am 7. Januar 1951 folgte die erste Delegiertenversammlung in Bremen. Als Verbandsgebiet wurde zunächst die britische Besatzungszone in Betracht gezogen, jedoch bestand darüber keine Einigkeit. Auch zur Beitragsgestaltung wurden verschiedene Vorschläge diskutiert, während die Haushaltsplanung auf die Zeit nach der Gründungsversammlung vertagt wurde.

Die eigentliche Gründungsversammlung fand am 14. Januar 1951 in der Sporthalle an der Bremer Gustav-Detjen-Allee statt. Rund 400 Teilnehmer nahmen an dieser historischen Veranstaltung teil. Zentrale Themen waren „Tradition und Brauchtum“ sowie das „Sportschießen“, die als Grundpfeiler für das zukünftige Wirken des NWDSB festgelegt wurden – und dies bis heute geblieben sind.

Hermann Meyer stellte schließlich die Gründungsfrage. Alle Anwesenden erhoben sich von ihren Plätzen und stimmten der Gründung einstimmig zu. Nach der Feierstunde am Vormittag schloss sich am Nachmittag die Delegiertenversammlung an.

Der Wunsch, eine einheitliche Organisation der niedersächsischen Schützen zu schaffen, blieb jedoch unerfüllt. Die Schützenbrüder um Hermann Wüstehoff aus Hannover lehnten den Sitz des Verbandes in Bremen ab und forderten eine Verlegung nach Hannover. Nachdem sich die Mehrheit für Bremen ausgesprochen hatte, verließen sie die Delegiertenversammlung und gründeten am 1. April 1951 den Schützenverband Niedersachsen. Seitdem bestehen bis heute zwei Landesverbände in Niedersachsen.

Bei den anschließenden Wahlen wurde das erste geschäftsführende Präsidium wie folgt gewählt:

  • Präsident: Hermann Meyer, Bremen

  • Stellvertretende Präsidenten:

    • Helmut Dohrmann, Hittfeld

    • Heinrich Hey, Bremervörde

    • Hermann Franke, Oldenburg

  • Schriftführer: Claus-G. Burgdorf, Bremen

  • Schatzmeister: Carl Volkmar, Bremen

  • Vorsitzender der Sportkommission: Ernst Zimmermann, Fischerhude

Damit war das Grundgerüst geschaffen. Es folgte der Aufbau der Bezirke und Kreise – sowie das große gemeinsame Ziel, den Deutschen Schützenbund neu zu gründen.

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