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28.09.2009 09:01 Uhr
Auf dem außerordentlichen Delegiertentag am 20.09.2009 in Bassum-Neubruchhausen sind die Weichen für die Zukunft des Nordwestdeutschen Schützenbundes gestellt worden. Die 173 Delegierten beschlossen mit großer Mehrheit den Kauf einer Fabrikanlage inklusive Verwaltungskomplex in Bassum sowie dem anschließenden Ausbau zum neuen Landesleistungszentrum (LLZ).
Vor der Versammlung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die Immobilie zu besichtigen. Nach der Begrüßung der Delegierten beschrieb Präsident Jonny Otten die aktuelle Situation im derzeitigen Leistungszentrum im Karrenbruch. Da der Schießbetrieb nur noch mit einer Sondergenehmigung, die Ende diesen Jahres ausläuft, möglich ist, wird der Landesverband danach ohne eigenen Schießstand auskommen müssen. Nach einer Überprüfung, den bisherigen Komplex um- und auszubauen sowie der Begutachtung einiger anderer Objekte, kam das Angebot der Stadt Bassum, das ehemalige Gebäude der Firma KMH zu erwerben. Der Metallbau-Betrieb expandierte und zog in ein Gewerbegebiet innerhalb Bassums um. Unter der Leitung von Vize-Präsident Heinz Rösseler wurden daraufhin die Planungen für den Umbau des Fabrik-Komplexes aufgenommen. Parallel dazu ermittelten die Mitglieder eines Sportausschusses die Anforderungen für die neuen Anlagen sowie einige Finanzierungsexperten in einem Ausschuss die Finanzierungsmöglichkeiten. Daraufhin wurde nun dieser außerordentliche Delegiertentag einberufen. Präsident Jonny Otten machte zum Schluss seiner Ausführungen noch einmal eindringlich klar, dass dies nun eine Riesen-Chance ist, um den Landesverband einen großen Schritt weiter voran zu bringen. Denn mit den derzeitigen Möglichkeiten wird es kaum möglich sein, im sportlichen Bereich den Anschluss an die nationale Spitzenklasse zu erreichen.
Danach stellten Heinz Rösseler, Hartwig Kruse und Friedhelm Schäfer die erarbeiteten Konzepte vor. Um den benötigten Finanzierungsbetrag von ca. 2,7 Mio Euro stemmen zu können, ist eine Beitragserhöhung von 1,50 €/Mitglied und Jahr nötig. Bei der anschließenden Aussprache gab es auch einige kritische Delegierte, die den vorgelegten Konzepten nicht in allen Bereichen zustimmten. Ferner wurde auf das Risiko von höheren Kosten sowie geringeren Einnahmen hingewiesen. Diese Bedenken versuchten die zuständigen Ausschussmitglieder zu entkräften. Bassums stellvertretender Bürgermeister Klaus Rajf machte ebenfalls klar, dass die Stadt mit ihrem Ratsbeschluss große Anstrengungen unternommen hat, dem NWDSB eine Entwicklung innerhalb Bassums zu ermöglichen. In einem Schreiben an die Versammlung, den Jonny Otten sichtlich gerührt vortrug, bat die langjährige Landeskaderschützin Anna-Lena Krallmann eindringlich um die Zustimmung für das neue LLZ. Sie beschrieb die derzeit sehr schwierigen Trainingsbedingungen.
Anschließend kam es zur Abstimmung über das Projekt. Mit lediglich 21 Gegenstimmen wurde nochmals der Beschluss des Delegiertentages in Oldenburg bestätigt, dass neue Landesleistungszentrum in Bassum zu errichten. Außerdem wurde mit 140 JA- zu 33 NEIN-Stimmen die hierfür notwendige Beitragserhöhung beschlossen.
Präsident Jonny Otten zeigte sich sichtlich erleichtert über das Abstimmungsergebnis. Die Kritiker versuchte er nochmals zu besänftigen, indem er klar stellte: “Wenn sich im weiteren Verlauf der Planungen und Gespräche, insbesondere bei der Bezuschussung, herausstellt, dass die Kosten für das Projekt aus dem Ruder laufen, werden wir sofort die Notbremse ziehen!“
Zum Abschluss der Versammlung hatten die Delegierten noch über 2 Anträge des Bezirksschützenverbandes Oldenburg abzustimmen: 1. Der Bildung eines Bau-Ausschusses wurde zugestimmt. 2. Der Antrag, den ordentlichen Landesdelegiertentag mit Landeskönigsball in der jetzigen Form nur alle 2 Jahre stattfinden zu lassen, wurde nach kurzer Aussprache auf den nächsten Delegiertentag in Nordhorn vertagt.
Danach schloss Jonny Otten diesen Weichen stellenden außerordentlichen Delegiertentag in Neubruchhausen.
Bereich: Allgemein
Von: Thomas Taube
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